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  • Autorenbildoliverduerr

1 Jahr Russischer Angriff gegen die Ukraine

Aktualisiert: 28. Feb. 2023

Selbstverständlich hat es die Ukraine verdient, dass man dieses Jahr nie vergisst. Was sich für mich aber bestätigt hat ist meine Ansicht, dass es im Zweifelsfall mehr nützt, seine Gedanken in die Zukunft zu investieren statt in die Vergangenheit. Vielleicht ist es sogar ein Luxus den man haben muss, ohne Zeitdruck die Gelegenheit zu haben in der Vergangenheit zu schwelgen.


Mehr Leid verhindert hätten wir aber möglicherweise, wenn wir uns in der Zeit vor dem 24. Februar 2022 mehr um die Zukunft gekümmert hätten. Einige haben dies natürlich getan, z.b gab es aus v.a. den USA viele Warnungen, dass die zusammengezogenen russischen Truppen an der Grenze nicht wie behauptet für eine Übung dort seien, sondern für einen Krieg. Aber in der breiten Masse waren diese Überlegungen eben nicht präsent. Zugegeben, Zukunftsszenarien sind Kaffeesatzlesen, aber sich mit Szenarien auseinanderzusetzen kann nicht schaden und ich finde es auch ein gutes Mittel zur Selbstreflexion. Denn in die Zukunft zu schauen bedeutet auch sich zu überlegen was einem wichtig ist oder unter welchen Umständen man aus seiner aktuellen Umgebung abhauen würde.


Wenn ich in die Zukunft schaue, befürchte ich, dass Putin Moldawien angreift oder aus Transnistrien angreifen lässt. Dort halten sich pro-russische und von Russland unterstütze Truppen auf und besetzen bereits heute ein Gebiet, dass von niemandem sonst als unabhängig anerkannt wird.


Haben Sie in den letzten Wochen von einer Regierung in Europa gehört, dass sie konkrete Reaktionsszenarien für diesen Fall hätte? Haben Sie es sich schon einmal für sich selbst überlegt?

Wir werden uns dann weniger wundern als vor einem Jahr, aber wieder genauso auf dem falschen Fuss erwischt werden.


Ich will mich gar nicht auf strategische Fragen auslassen, aber ich hoffe, es würde vielen Putin-Verstehern helfen die Augen zu öffnen. Oder kämen sie wieder mit derselben Erklärung daher? «Russland wurde dazu gezwungen – vom Westen, von der NATO» oder weil in Moldawien auch ein Russlandfeindliches Regime herrsche? Weil Moldawien Russland bedroht? Fool me once, shame on you; fool me twice, shame on me!

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